Der Teufel am Piano

Irgendwann in seinem Leben hat Sascha Klaar ihn gefunden, den Zauberknopf, und seit diesem magischen Moment drückt er ihn immer dann, sobald er auf die Bühne geht, um genau das zu machen, was ihn ausfüllt und brennen lässt: Musik mit Leidenschaft – und das seit nunmehr 25 Jahren.

„Man muss wissen, wo man herkommt und wo die Wurzeln sind.“ Das sagt ein Mensch, den seine Fans rund um den Globus als „Teufel an den Tasten“ für sich entdeckt und ins Herz geschlossen haben.

80 bis 100 Shows meistert er Jahr für Jahr, und der Zauberknopf ist immer in Reichweite. Sein Beruf als Musiker ist für Sascha nach wie vor eine Berufung, und es sind gerade die vermeintlich schwierigen Konzerte, bei denen es erst einmal darum geht, das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen, die ihn anspornen: „Ich will die Menschen abholen“, sagt der Entertainer aus Überzeugung. „Da beiße ich mich dann fest – bis die Leute schließlich vor der Bühne stehen.“

Doch selbst der Zauberknopf kommt nicht ohne Energie aus. Eine Menge davon zieht Sascha aus seiner Familie und aus seinem Glauben. So unterstützt der Musiker schon seit Jahren den Mariaviten-Orden, der sich um Hilfsbedürftige kümmert, unabhängig von Konfession und Herkunft. Viel Zeit verbringt Sascha Klaar auch auf seinem Boot. „Das ist für mich die zweite Aufladestation.“

Und Sascha hat mit der Zeit auch für sich akzeptiert, dass es oft die vermeintlich kleinen Dinge im Leben sind, die wahre Größe haben. Das ist zum Beispiel eine Pause in seinem Lieblingscafé „Mokka“, das Familienleben daheim oder auch der tägliche Spaziergang mit seinem Hund Skipper durch Wiesen, Felder und Wälder an der  Wuppertaler Stadtgrenze. „Egal, wie es dir nach einem anstrengenden Auftritt selbst auch geht: Morgens steht der Hund mit einem großen Lachen vor Dir und nimmt Dich mit nach draußen. Und genau solche Momente helfen Dir, Dich zu erden.“

Und da ist er wieder, der geheimnisvolle Zauberknopf, mit dem sich eben nicht nur auf der Bühne Herzen öffnen lassen.